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Gegenwart ...


Die publizierten Beiträge zeigen in der Zusammenfassung und Konzen-tration auf Taschenbuchformat eine Situation, die uns kaltlassen kann, wenn wir uns nur narzisstisch im Spiegel betrachten. Betrachten wir auch die Anderen, die Ränder gesellschaftlicher Befindlichkeit, sind im Vorfeld zunehmender Forschungen und Tagungen zum Thema DDR und ihrer Kunst, diese atmosphärisch locker geschriebenen, lesens-werten Texte mit ihren polemischen Spitzen, die an Schärfe und Aktualität nichts verloren haben, eine bibliographische Notwendig-keit. Keine Bücher in Fachchinesisch für den Schreibtisch, aber zur Fahrt mit der Straßenbahn oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Gut genug, um sie zu behalten, weiterzuempfehlen und zu verschenken. Ein Kriminalroman ist nicht so spannend, auch wenn dies ein poli-tisches Buch ist. Die Tatsache, dass es sich um Taschenbücher handelt mit einer größeren Anzahl von s/w-Abbildungen, z.B. von Appelt, Armando, Borchardt, Droese, Kirkeby, Kirves, Manigk, Penck, Vogt u.a. und diese bei einem geringen Preis auch in Zeiten allgemein mieser finanzieller Budgets (oft sogar in unseren eigenen Taschen) ver-gleichsweise billig sind, sollte es leicht machen, umgehend eine Be-stellung aufzugeben. Mehr als ein »Schnäppchen«: ein unverkrampfter Beitrag gegen das allgegenwärtige Vergessen und Verdrängen »jenseits der Teilung« - auch in der bildenden Kunst. Ein notwendiger Diskus-sionsbeitrag zur deutsch-deutschen Befindlichkeit.


Die Gegenwart der Vergangenheit
  Band 1 und 2

Gefördert vom Kunstfond Bonn (deshalb der günstige Preis), erschienen 1998 zwei Bücher zum Thema »Bedingungen, unter denen Kunst entsteht«. Hier am Beispiel der Ex-DDR. 23 kritische Versuche, »jenseits der Teilung« Hintergründe aufzuzeigen, auf Zwischentöne aufmerksam zu machen, umsichgreifende Ostalgie zu relativieren, in polemischer Weise Schieflagen auszugleichen, dem Vergessen und Verdrängen zu wehren, der Sterilität von Geschichtsschreibung zu begegnen, Erinnerung wach halten. Beispiele dafür, dass »Denken nicht zwangsläufig Depression« (Helmut Lehnert, ORB) bedeutet.

Band 1 mit dem Titel Blick zurück - im Zorn? enthält Beiträge von Bernd Lindner (Leipzig) zur alternativen Galerieszene der Ex-DDR; Hannelore Offner (Berlin) zur Unterwanderung der Kunstszene durch das Ministerium für Staatssicherheit am Bei-spiel des Bezirkes Rostock, wozu Jürgen Schweinebraden das entsprechende Fallbeispiel aus Berlin: »Beobachtungsobjekt EICHE« mit einer Dokumentation (47 Blatt Faksimile Originaltext MfS, Auswahl aus über 8000 Blatt Protokollen) liefert; von Christoph Tannert (Berlin), der Vergangenheitsbewältigung am Beispiel einer Neuhängung in der Neuen Nationalgalerie und der Ausstellung »Auftragskunst« im Deutschen Historischen Mu-seum beschreibt sowie von Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg (Dresden), der die Nachwendeempfindungen aus soziolo-gischer Sicht am Beispiel einiger Künstler unter dem Titel »Vom Kulturfeudalismus zum Marktchaos« beifügt und der Publikation einen theoretischen Rahmen gibt.

Band 2 beschäftigt sich unter dem Titel Nebel am Horizont vertiefend mit dieser Problematik: durch »Erinnerungen: Dresden-Berlin 1956 bis 1980« mit der Zentralfigur des Künst-lers A.R. Penck (Schweinebraden); einem Erklärungsversuch zur Teilnahme von DDR-Künstlern an der documenta 6, 1977 (Schweinebraden); mit Textauszügen aus Katalogen von Künstlern Ost- und Westberlins unter dem Titel »Kunst. Vom Leben des Toten« und dem Thema »Avantgarde in Ost und West« (Schweinebraden); einem Sachstandsbericht zur gegenwärtigen Situation der »Ostärsche und ihrer Scheiß-kunst« (Prof. Jürgen Schieferdecker, Dresden), ergänzt durch Erfahrungen zum Thema »Die Künste unter neuen System-bedingungen«, in dem über eine »vergessene Generation« berichtet wird (Schweinebraden); einer Betrachtung zum The-ma »Boheme und Diktatur« und einem optimistischen »Stim-mungsbild« (Tannert).
Wie sich bekannte Schriftsteller, hier Günther Kuhnert und Günther Grass, zu zeitgenössischer Kunst äußern und ein roll back zu einer Kulturpolitik wie zu DDR-Zeiten im Bezirk Rostock in aller Offenheit diskutiert wird, versucht Prof. Valentin Rothmaler, Plön/Wismar, in seinem Bei-trag zu schildern. Abschließend gibt Holger Kulick, bekannt als kritischer Autor bei ZDF, ARD und taz (z.B. »Kennzeichen D«, »Kontraste«), eine atmosphärische Betrachtung der Situation am Beispiel der Studentenstreiks im Herbst 1997.



Dietmar Kirves, aus:
33 Feststellungen, 1980


W. Jo Brunner,
Polaroid, 1991


Dietmar Kirves,
Foto, 1989
Preis: 18

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4 Blatt (von 8000) Beispiel Faksimile aus den Stasi-Akten
 

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