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Bild und Sockel


Franz Erhard Walther ist ein Künstler, der bei seinen Ausstellungen sensibel auf die Architektur reagiert und auf sie Bezug nimmt. Es ist die Architektur - sowohl des äußeren Baukörpers, als auch die Innenarchitektur -, die die Auswahl seiner Ausstel-lungsstücke und dadurch Gestalt und Form der Ausstellung in hohem Maße bestimmt. Die Kunsthalle Dresden findet ihre Parallelen an vielen anderen Orten, geprägt vom heute üblichen Baudesign ohne klare Gestalt und bisher ohne eigene künstlerische Geschichte. Sie besitzt keine Aura und befindet sich in einem Ambiente, in dem sich eine Ausstellung nicht nur behaupten, sondern ein künstlerisches Gegengewicht bilden muss. Bei der Auswahl der Arbeiten konzentrierten wir uns deshalb konsequent auf Arbeiten, die den Umgebungsraum nicht mit einschließen oder sich darauf beziehen, sondern als plastische Konfigurationen ihren eigenen Raum besitzen und relativ un-abhängig vom Umgebungsraum agieren und ihre eigene Kraft entfalten können.

















Trotzdem bei Franz Erhard Walther jede Ausstellung in ihrer künst-lerischen Entwicklung einen eigenen Standort hat und jeweils den spezifischen Anforderungen von Zeit, Ort und Raum genügt, wurde versucht, in Dresden auch die historische Dimension und den künst-lerischen Entwicklungsgedanken Franz Erhard Walthers deutlich zu machen: mit den großen Wandformationen an den zentralen Flächen des Hauptraumes treten kleinere in den seitlichen Kabinetten in einen Dialog.

Gleichzeitig korrespondieren mit den großen Wandformationen vor Ort entwickelte Zeichnungen, während im rückwärtigen Teil des Haupt- raumes als Werk- Kopf der 1. Werksatz in Lagerform ruht, umgeben von Werkzeichnungen, die gültige Vorstellungen der "Innenmo-dellierung« bei den Werkhandlungen mit dem Instrumentarium des Werksatzes vermitteln. Ob dieser Ausstellungsteil als "sprechend“ oder "schweigend“ zu sehen ist, entscheidet der Betrachter. Einen Dialog mit der Architektur jedenfalls geht - wie in vielen anderen Fällen - der gelagerte Werksatz nicht ein. Die Wandformationen hin-gegen sind dazu in der Lage und so präsentiert, dass der Betrachter ihnen gegenüber eine aktive Haltung einnehmen kann. Wird der Körper des Betrachters in die Werkdefinition mit einbezogen, ist der über-lieferte Werkbegriff aufgebrochen - der Blick auf den Umgebungsraum wird sekundär.

Die vor Ort entstandenen Zeichnungen bilden den aktuellen Schnitt-punkt. Zwar ist der 1. Werksatz nicht Franz Erhard Walthers Ursprung für seinen veränderten Kunstbegriff   - dieser liegt in den Werkstück-en der Jahre 1961-63 - doch wird seine Ausformung und Differenz-ierung mit ausgewählten Wandformationen belegt: Beispiele für ein umfangreiches Werk, das der erkenntnistheoretisch offenen Situation unserer Epoche entspringt, woraus auf die Unmöglichkeit einer welt-anschaulichen Vorgabe mit gesellschaftlichem Verbindlichkeits-charakter geschlossen wird. Die Werkstücke werden so zu einem Instrumentarium des Betrachters "Zu einer Art Gelenk zwischen seinem Denken und Handeln“ (Rainer Beck). Die das Werk beschrei-benden Begriffe von Form, Formung und Proportion sind (nach Beck) bezogen auf die "Bewahrung des menschlichen Maßes, die nur gelingen kann, wenn der einzelne sich in der Lage sieht, die Umwelt gewichtend, d. h. ordnend im Sinne eines Gleichklanges zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit entgegenzutreten und so zur Ganzheit zu gelangen.“

In den Beiträgen des Kataloges wird nicht nur die Bedeutung Walthers als zeitgenössischer, international bekannter Künstlers gewürdigt, sondern eine Vermittlungsebene geschaffen, die dem anderen Werk-begriff Franz Erhard Walthers gerecht zu werden versucht und dem Betrachter das Verständnis dieses komplexen Werkes nahe bringt. So entstand ein erster umfassender Katalog zum Gesamtwerk von Franz Erhard Walther im Taschenbuchformat. Die ultimative Einstiegs-literatur herausragend gestaltet von Michael Sauer, Hamburg. Mit einem Text von Franz Erhard Walther und weiteren Texten von fünf ausgewiesenen Kennern des Werkes von FEW: Rainer Beck, Dresden; Ulrich Bischoff, Dresden; Wolf Dieter Dube, Berlin; Michael Lingner, Hamburg; Jürgen Schweinebraden, Hamburg / Niedenstein sowie ei-nem Grußwort von Christina Weiss, Hamburg / Berlin.

Preis: 20 €

 

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